[RPG] [SPOILER] Take me... - or let it be!

Moderator: Housekatze

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Remy Hadley
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"Also, bringen wirs hinter uns", meinte House aufmunternd und legte ihr einen Arm um die Schultern. In letzter Zeit traute er sich kaum noch, sie anzufassen. Sie war so dünn geworden und wirkte so zerbrechlich.

"Wann willst du es ihr sagen?", fragte er dann, als sie vor Rose' Tür standen und dachte an das kleine schlafende Mädchen unten in ihrer Wohnung.
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"Es steht noch nichts fest!", gab Remy zurück, auch wenn sie wusste, dass das nur eine Ausflucht war.

Nachdem sie geläutet hatten verging nicht viel Zeit und die Tür öffnete sich.

"Remy, House!", begrüßte Rose die beiden erfreut:"Schön, dass ihr vorbei schaut!"
"Hi!", gab Remy erfreut zurück:"Du sag mal...hast du Morgen schon was vor?"
Rose schüttelte ihren Kopf:"Du kannst sie vorbei bringen!"
Kam es bloß zurück. Rose wusste von dem Termin und hatte sich nur noch gefragt, wann sie sie wohl fragen würden.
Remy nickte:"Danke dir! Ich werde sie dann so um acht Uhr zu dir bringen!"
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House nickte zur Begrüßung und lächelte leicht. Er war nicht so distanziert, weil er Rose nicht ausstehen konnte oder ähnliches. Ihm machte nur gerade Sorgen, dass Remy es so weit hinausschob. Je länger sie damit wartete, desto schwerer würde es für sie UND Anna werden.

Schweigend lauschte er dem Gespräch und verabschiedete sich dann von Rose. Wieder unten in der Wohnung angekommen, zog er sich Jacke und Schuhe aus und sah dann Remy an. "Du solltest noch was essen, sonst kippst du noch vor Hunger um."
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Remy sah ihn an:"Ich leg mich erstmal hin. Ich bin müde.", gab sie zurück:"Beruhig dich, ich werde später nochmal was essen!", hängte sie dann jedoch an, um House nicht zu sehr zu beunruhigen.

"Danke für den Ausflug!", meinte sie ehrlich und ging dann in ihr Zimmer.
Doch anstatt zu schlafen, kreisten nur wieder ihre Gedanken.
Schon Morgen musste sie sich wahrscheinlich für immer von ihrer Tochter trennen. Wie sie das machen sollte wusste sie nicht. Sie liebte Anna über alles. Sie nie wieder sehen zu können, das würde sie nicht aushalten.
Klar, sie war schwer krank und würde sich irgendwann nicht mehr ausreichend um Anna kümmern können. Doch es war noch nicht so weit.

Remy´s Gedanken schwanken plötzlich um. Es würde aber wahrscheinlich bald so weit kommen. Sie wäre für Anna dann nur noch eine Belastung. Sie würde ihr zumuten schon in jungen Jahren mit Krankheit und Tod von einem geliebten Menschen fertig werden zu müssen.

Sie selbst wusste ja wohl am besten, wie das war. Wäre es vielleicht besser...

Anna´s Vater und dessen Frau konnten schließlich keine Kinder bekommen, sie würden Anna vergöttern, sie so gut umsorgen, wie sie es nur konnten.
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"Ok", meinte House nur. Es war verständlich, dass sie erschöpft war, sie waren ein ganz schönes Stück gelaufen und es fiel ihr immer schwerer und strengte sie immer mehr an, daher zwang er sie nicht zum Essen, sondern war froh, wenn sie sich ausruhte.

Viel Schlaf würde sie jedoch wahrscheinlich sowieso nicht finden. Er wusste von sich selbst, wie lang die letzten Nächte gewesen waren und bei ihr war es natürlich noch doppelt so schlimm, es war ihr Kind, um das es ging, nicht seines.

Er ging in die Küche und bereitete einen kleinen Teller mit dem übrigen Nudelsalat für Remy vor und deckte ihn mit einer Schüssel ab. Dann ging er ins Wohnzimmer und versuchte sich ein wenig mit dem Fernseher abzulenken, was ihn zwar zunächst auf andere Gedanken brachte, jedoch die drückende Gesamtstimmung nicht vertreiben konnte.
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Remy durchdachte das ganze noch einmal. Ihr stiegen die Tränen in die Augen. Was, wenn sie bisher einfach ihre Augen davor verschloßen hatte?
Wenn es die einzige Möglichkeit war...das richtige für Anna!?

Wen hatte Anna noch, wenn Remy gestorben war? House.
Klar, sie liebte ihn, doch sie müsste mit dem Verlust ihrer Mutter auskommen.
Vielleicht war es besser, wenn sie sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht so viele Erinnerngen an ihre Mutter hatte...wenn sie sich jetzt trennten.

House konnte nie diese Lücke füllen, Remy´s Vater konnte das bei ihr selbst auch nicht.
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Gähnend lehnte er sich auf dem Sofa zurück und erlaubte es sich, kurz die Augen zu schließen. Es wäre klug, wenn er sich ebenso wie Remy hinlegen würde, doch er wusste, dass er genauso wenig würde schlafen können wie nachts und deshalb ließ er es bleiben.

Er überlegte, ob er nach Remy sehen sollte. Wie er sie kannte, schlief sie nicht, sondern zerbrach sich den Kopf und dabei wollte er sie unterstützen, wo er nur konnte, denn es war wahrlich keine einfache Entscheidung und keiner von beiden wusste, wie Anna darauf reagieren würde. Zögernd stand er auf und hielt vor Remys Zimmertür inne. Er hörte sie leise schluchzen und wusst nicht, ob er sie nun stören sollte, oder nicht.
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Remy´s Gedanke überschlugen sich fast. Sie konnte ihren Tränenfluss jetzt nicht mehr stoppen. Immer wieder kam sie zu dem gleichen Entschluß und das schmerzte so sehr.
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Schließlich klopfte er zögerlich an und trat langsam herein. Er sagte zunächst nichts, ließ sich auf Remys Bettkante nieder und nahm ihre Hand in seine. Er wusste, welche Schmerzen sie quälten und wäre er nicht House, er hätte sich am liebsten daneben gelegt und mit geweint.

Wortlos sah er ihr in die Augen. Wahrscheinlich hatte sie gerade eben akzeptiert, was schon längst klar war: Sie hatten keine Chance, es würde nur ein verzweifelter Kampf werden, den sie schon verloren hatten.
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Remy schreckte zusammen. Sie hatte nicht bedacht, dass sie, wenn sie beim Weinen laut wurde, für House hörbar war.

Schnell wischte sie sich stark zitternd ihre Tränen aus dem Gesicht:"Ich...ich geh nicht vor Gericht!", sie schüttelte ihren Kopf:"Es bringt nichts. Es ist das beste, sie ihm einfach zu geben. Ich werde sie ihm Morgen Früh bringen. Es ist das beste für uns alle!"
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Er sah sie erschrocken an und schüttelte den Kopf. "Nein, tu das nicht, bitte." Er beugte sich zu ihr und nahm sie in den Arm. "Remy, bitte. Es ist noch nicht zu spät, gib jetzt nicht auf!" Ihm fielen keine passenden Worte ein, wie er sie umstimmen konnte. Einmal hatte er es geschafft, sie hatte ihr Kind nicht abtreiben lassen, würde er es noch einmal hinbekommen?
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"Was soll das für einen Sinn haben?", sie sah ihm jetzt direkt in die Augen:"Ich werde den Kampf so und so verlieren. Mit meiner Krankheit werde ich bald nur noch eine Gefahr für meine Tochter sein und somit nicht mal Besuchsrecht erhalten. Wenn ich sie ihm aber bringe, können wir vielleicht einen Deal machen. Ich meine,...dass ich sie wenigstens haben kann, wenn du dabei bist. Sie werden alles für sie machen. Sie selbst haben einen großen Kinderwunsch, der sich bisher nicht erfüllt hat und kämpfen um die Kleine, würden sie das, wenn sie nicht jetzt schon nur das Beste für sie haben möchten? House, ich weiß wie es ist, wenn man einen geliebten Menschen zusehen muss, wie er immer mehr und mehr von einer Krankheit eingenommen wird, die dann schließlich der Person auch noch den Tod bringt. Ja, Anna, liebt dich. Aber ich habe auch meinen Vater geliebt. Die Lücke die meine Mama hinterließ konnte er jedoch nie ausfüllen. Anna soll eine Kindheit haben, glücklich sein. Ich habe diese mit ihr begonnen...wir beide haben das, doch wir werden es nicht mehr lange. Also...sollen ihr Vater und dessen Frau diesen Part übernehmen!"
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