[RPG] [SPOILER] Take me... - or let it be!

Moderator: Housekatze

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Remy Hadley
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"Ja Mum, versprochen, ich werd mich auch ein bisschen hinlegen. Wenn du wieder wach bist und gerne Gesellschaft hättest, kannst du mich ja kurz anpiepsen." Damit nickte er zu ihrem Handy, welches auf dem Nachttisch lag, den er wieder zur Seite geschoben hatte. Das Essen hatte er abgedeckt, sodass sie vielleicht später noch einmal davon essen konnte.

"Also, bis später." Er lächelte sie kurz an und rutschte dann vorsichtig vom Bett. Nachdem er sein Bein auf die Belastung eingestellt hatte, ging er hinaus und winkte ihr an der Tür.

Schon bald war er am Fahrstuhl angekommen.
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"Danke, für alles!", gab sie ganz ehrlich zurück.
Als House dann weg war setzte sie sich mit Mühe wieder auf und sah dann auf das Tablett vor ihr. Sie schob die Abdeckung beiseite und betrachtete dann ihr Essen. Es war kaum angerührt, sie jedoch bereits total entkräftet.

Noch einmal versuchte sie einen Bissen davon zu essen, doch sie konnte es einfach nicht. Mit Mühe und Not brachte sie noch einen Bissen runter, wieder überkam sie das Würgen. So legte sie gleich wieder die Gabel zur Seite.

Sie war wüthend. Sie konnte nichts. Für alles brauchte sie Hilfe. Die erfolgreiche junge Ärztin konnte bereits nicht mehr alleine essen, laufen, sich im Bett drehen. Ohne Hilfe von dritten war Remy völlig aufgeschmissen.

Remy hatte das ganze bereits bei ihrer Mutter beobachten können. Die Bilder kamen ihr immer wieder vor ihr inneres Auge. Nur war ihre Mutter wenigstens etwas älter als sie es jetzt war.

Sie hatte wenigstens noch etwas Zeit mit ihrer Tochter verbringen können. Hatte geordnete Familienverhältnisse gehabt. Hatte jemanden bei sich, mit dem sie über alles reden konnte. Sie hatte es in dieser Hinsicht einfach weiter gebracht, als die allein stehende Remy, der vor kurzem ihre kleine Tochter genommen wurde.

Voller seelischer Schmerzen nahm sie mit ihrem gesunden Arm die Decke und riss sie energisch zur Seite. Ihr Blick fiel somit auf ihre Beine, Beine von denen sie derzeit nicht das geringste spührte.
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Erst nach einer halben Ewigkeit, nachdem er den Knopf gedrückt hatte, öffneten sich die Türen des Fahrstuhls. House hatte sich inzwischen gegen die Wand gelehnt, um sein Bein zu entlasten, doch viel hatte es nicht geholfen.

Außerdem war er die ganze Zeit am Nachdenken. Er hoffte inständig, Remy würde schlafen können, sie sah so erschöpft, so entkräftet aus. Nicht nur ihre Krankheit forderte nun all ihre Kräfte von ihr, sondern nun auch noch die aus dem Unfall resultierenden Verletzungen. Und als ob das alles nicht schon genug wäre, machte sie sich nun auch noch um ihn Sorgen, obwohl es dafür keinen Grund gab. Die Schmerzen kamen und gingen, so war es seit Jahren und damit musste er nun einmal leben.

Als er in seinem Büro ankam, nickte er Taub nur kurz zu, der immer noch das Chaos der letzten Wochen beseitigte und setzte sich in seinen Sessel. An Schlaf war im Moment nicht zu denken, daher versuchte er sich einfach zu entspannen und massierte sein Bein ein wenig, nachdem er es hochgelegt hatte.
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Remy war am Verzweifeln. Wie sollte das alles weiter gehen, wenn sie in ihrem Alter jetzt schon solche Probleme hatte.
Die Frage nach dem "Warum?", wie zum Beispiel: Warum dieser Unfall? durfte sie sich wohl einfach nicht stellen. Es war einfach so. Es würde so bleiben. Wahrscheinlich würde bald alles noch viel schlimmer werden.

Doch...und bei diesen Gedanken fiel ihr Blick wieder auf ihrer Beine...es war noch nicht alles zu spät. Das war House´s Ansicht. House, der erfahrene Arzt, der sich so um sie sorgte, so für sie kämpfte und bei ihr war.

Er tat so viel für sie und sorgte sich so sehr um sie. Deshalb waren jetzt auch seine Schmerzen so stark, da war sie sich ganz sicher.
Jetzt war wohl sie an der Reihe. Es musste sich etwas ändern.

Mit wahnsinniger Mühe und unter größter Anstrengung hievte sie schließlich mit ihrem gesunden Arm nacheinander ihre Beine aus dem Bett. Zuerst kam sie so auf der Bettkante zu sitzen. Sie schlug mit ihrer Faust auf ihren Oberschenkel, doch sie spührte nichts. Da war einfach gar nichts, kein Gefühl.

Sie schwitzte sehr stark und verzog ihr bleiches Gesicht, als sie dann ihr rechtes Bein mit großer Mühe auf den Boden drückte. Sie überlegte nur noch einmal ganz kurz, was sollte schon passieren? Recht viel schlimmer konnte es doch nicht mehr werden.

Die junge Ärztin, die in den letzten Wochen viel von ihrem Körpergewicht ungewollt abgebaut hatte, zog sich mit ihrer gesunden Hand an ihrem Nachttisch hoch.

Sie kam gar nicht erst zum Stehen, als der Nachttisch kippte und sie vorne überfiel.

Von dem Krach ins Zimmer gerufen, knieten bald eine Schwester und Remy´s Arzt neben ihr.

Bald darauf meldete sich House´s Pager zu Wort und informierte ihn über Remy´s Sturz.
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Es verging nicht viel Zeit, als House aus seinen Gedanken hochschreckte, was sein piepsender Pager verursachte. Er fragte sich, was jetzt los war, sein Team war schließlich in der Ambulanz vertan und er hatte ihnen ausdrücklich gesagt, dass er nur im äußersten, dringlichsten Notfall verständigt werden wollte.

Seufzend richtete er den Blick auf das kleine Gerät, warf es mit blassen Gesicht in den Sessel zurück und stand prompt auf. Er hatte die Nachricht noch zweimal gelesen, bevor er überhaupt den Inhalt richtig wahrgenommen hatte. Jetzt rannte er beinahe den Gang entlang, in den Fahrstuhl und zu Remys Zimmer, obwohl sein Bein stark protestierte, es war ihm egal.

Bald stand er in Remys Zimmer, das ein Arzt und eine Schwester belagerten und blickte von einem Gesicht zum nächsten, Remys bleiches Antlitz eingeschlossen.
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Der Arzt und die Schwester schafften es, die dünne Remy zu zweit wieder in ihr Bett zurück zu heben.

Die Schwester blieb bei ihr. Der Arzt bat House um ein Gespräch unter vier Augen vor der Tür.
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Nur ungern löste House den Blick von Remy und noch schlimmer fand er aus, aus dem Zimmer geholt zu werden, doch es musste sein.

Als sie draußen waren, wartete er gar nicht erst ab, was der Arzt zu sagen hatte, sondern sprudelte sofort los: "Ich war keine viertel Stunde weg, was ist denn passiert, ich mein, WIE ist das passiert? Hat es die Verletzungen noch verstärkt, was..." Er brach ab und sah dem Arzt in die Augen. Er musste dringend erstmal runterkommen und atmete tief durch.
Zuletzt geändert von Remy Hadley am Di 25. Okt 2011, 23:50, insgesamt 1-mal geändert.
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"Bitte beruhigen sie sich! Ich weiß es ist schwer, doch bitte versuchen sie es!", mahnte der Arzt House, ehe er dann fort fuhr:"Sie hat uns gebeten sie zu informieren, fals etwas mit ihr sein sollte. Deshalb kann ich nun ganz offen mit ihnen darüber sprechen: Als sie weg waren hat sie versucht selbst aufzustehen. Ich weiß gar nicht, wie sie das geschafft hat. Was ihren Arm angeht kann ich ihnen noch keine Auskunft geben, wir werden sie erst erneut röntgen müssen. Die Prellungen schmerzen nun sicher wieder mehr, ansonsten...", der Arzt brach abrupt ab, als die Schwester aus Remy´s Zimmer nach ihm rief. Sofort eilte er zu ihr.

"Dr. Hadley hat Schmerzen im linken Bein!", erklärte die Schwester, wobei sie sich ein kurzes Grinsen nicht verkneifen konnte.
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House eilte dem Arzt nach. Nur wenige Stunden zuvor hatte er noch darüber gescherzt, dass Beinschmerzen wohl positiv wären, die jetzigen Umstände machten ihm diese Aussage etwas zu nichte, trotzdem versuchte er Remy aufmuntern anzulächeln, dennoch schwang die Besorgnis auf seinen Gesichtszügen deutlich mit.

"Was machst du denn für Sachen?" Er war zu ihr getreten und sprach nun ganz leise, flüsterte beinahe.
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Sie unterdrückte jegliche Tränen, die in ihr aufstiegen:"Ich wollte doch nur, dass ich mal wieder irgendetwas erreichen kann...das ich dir zeigen kann, dass es mir besser geht...das deine Schmerzen nachlassen und jetzt!?", sie schüttelte ihren Kopf:"Ich habe alles nur noch schlimmer gemacht!", auch sie flüsterte fast.

Der Arzt wollte dann wissen, wo genau sie Schmerzen hatte und machte einige Tests an ihren Beinen. Dann erklärte er, dass sie später zum Röntgen abgeholt werden würde und gab ihr noch ein Schmerzmittel, ehe er und die Schwester die beiden erstmal alleine ließen.
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House nickte den beiden zu und wartete, bis sie aus dem Zimmer gegangen waren, eher er wieder zu Remy sah. "Du musst doch hier niemandem was beweisen." Sanft streichelte er ihr übers Haar und spielte mit einer ihrer Strähnen herum, ehe er ihr wieder in die Augen sah. "Hast du schlimme Schmerzen? Das hättest du nicht tun müssen, doch nicht für mich."
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Sie schüttelte ihren Kopf:"Es geht schon!", sie erwiderte seinen direkten Blickkontakt:"Aber ich wollte doch, dass du dir nicht mehr so viele Sorgen machen musst. Es sollte dir besser gehen!"
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